BÜRGERMEINUNGEN

Wählermeinung

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Frauenquote 

Die Forderungen unserer Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Frau Dr. Franziska Giffey nach einer gesetzlichen Frauenquote treiben mir die Röte ins Gesicht. Eine gesetzliche Regelung ist der Anfang vom Ende der Marktwirtschaft. 
Jeder Unternehmer hat eine immense soziale Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern und auch dem Unternehmen. Deshalb kann und darf es bei der Besetzung von Arbeitsplätzen nur einen Aspekt geben und der heißt Qualifikation, nicht Quote. 
Selbstverständlich gibt es sehr viele qualifizierte Frauen - dann können sie auch den Arbeitsplatz ausfüllen. Diese Entscheidung muss jedoch in der Hand des Unternehmers bleiben und nicht in der der Politik mit einer Quote. Das Grundgesetz spricht von freier Unternehmerschaft. Wo bleibt diese, wenn die Politik durch eine Quote die Personalplanungen einschränkt?
Eine gesetzliche Frauenquote ist nach meiner Auffassung verfassungswidrig und somit nicht zulässig. 
Es geht mir hier nicht darum, dass Frauen in Führungspositionen fehl am Platz sind, im Gegenteil. Frauen sollen genauso wie Männer Führungspositionen bekleiden, wenn der Unternehmer dies so entscheidet und für das Unternehmen gut ist. 
Was zu einer sturen Frauenquote führen kann, haben wir bei der Verteilung der Senatsposten im Hamburger Senat gesehen. Hier wird eine Frau Anna Gallina zur Justizsenatorin bestellt, obwohl sie keine Juristin ist. Gerade in diesem Bereich sind juristische Grundlagen unabdingbar. 
Frau Gallina ist nun oberste Chefin der Hamburger Justiz. Gleichzeitig laufen bei der Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen sie. Das erzeugt schon einen etwas bitteren Beigeschmack! 
Die Justizsenatorin wurde ins Amt gewählt, weil die Fraktion das Resort Justiz im Koalitionsvertrag beansprucht. Gleichzeitig ist sie von der Fraktion für einen Senatsposten vorgesehen. Dann wird sie eben Justizsenatorin. Das ist ein Absurdum. Es ist kein geeigneter Jurist für diese Position bei den Grünen vorhanden, somit Frau Gallina. Hinzu kommt ja noch die Quote! Bei der Bestellung eines Fachmannes ist ja die Quote nicht gewährleistet, dass geht also nicht. 
Kann das der Wille des Wählers sein??? 
Wir von der Volkspartei setzen nicht auf Quote, bei uns zählt nur die Qualifikation. Fachgebiete werden und müssen mit qualifizierten Fachleuten besetzt werden. Das Geschlecht spielt dabei keine Rolle. Der Wählerwille ist die Grundlage für jedwede personelle Entscheidung! 

Hamburg, den 11.06.2020 

Gerhard J. Schmid